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„Malerei“

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28. April bis 26. Juni 2009

Am 24. April eröffnet die Galerie Carla Reul die Ausstellung „Malerei“ mit Arbeiten des Künstlers Martin Streit.Martin Streit, bekannt als Maler überwiegend kleiner Formate, bedient sich weniger Motive und Bildutensilien, die er wiederholt und variiert. Mithilfe einer bestimmten Maltechnik werden seine Stilleben und Menschendarstellungen einer exakten Wahrnehmung entzogen. Sie werden undeutlich modelliert, vibrierend in den Raum gesetzt und so entmaterialisiert. Seine Motive entwickeln ihren hauptsächlichen Reiz aus einer konzentrierten Lichtfülle, indem sich die Farbe dabei auf der Fläche verdichtet und verströmt.

Martin Streit, 1964 in Koblenz geboren, begann 1983 zunächst eine dreijährige Ausbildung zum Kunstglaser. Anschließend studierte er in den Jahren 1988 bis 1995 Malerei an den Kunstakademien in Münster und Düsseldorf, wo er 1995 Meisterschüler bei Prof. Gotthard Graubner wurde.Neben diversen Stipendien in Deutschland, Italien und Frankreich wurden Streits Arbeiten bereits in zahlreichen Einzel- u. Gruppenausstellungen gezeigt, u.a. im Jahr 2000 im Von der Heydt-Museum in Wuppertal.

In dieser Ausstellung werden neue Bilder gezeigt, entstanden 2008 und 2009. Darunter befinden sich auch drei Arbeiten, die sich mit einem im letzten Jahr entwickelten Motiv der geometrischen Komposition beschäftigen.  Zwei dieser Arbeiten sind in einem größeren Format in Öl auf Nessel gemalt. Bei diesen Kompositionen werden Rechtecke nebeneinander oder versetzt angeordnet,wie bei einer weiteren kleinen Aquarellarbeit auf Karton von 2008. Häufig verwendet Streit dabei gebrochene Erdfarben, aber auch blaue, violette und ockerfarbene Töne die so aufgetragen und wieder verwaschen werden, dass Spuren des Verlaufens sichtbar bleiben.

Feinste Ton-in-Ton-Farben findet man bei seinen gegenständlichen Motiven, sogenannten Stilleben. Gleiche oder ähnliche Motive wie Schalen, Kugeln, Häuser sieht man in unterschiedlichsten Kombinationen und Verschmelzungen. Häuser, die als Archetypen aus Wänden und Dächern erscheinen,  sind nur noch Korpus oder Kiste. Der Raum als Ganzes bleibt diffus, umhüllt mehr als er birgt und umfaßt nur eine homogene Bildzone. Bei einem weiteren ebenfalls häufigem Motiv den Menschenfiguren, handelt es sich eher um Erscheinungen oder Visionen. Teilweise werden hier leuchtende, kräftige Farben verwendet, die aber auch ins Unbestimmte gehen, wie bei der gelben Figur von 2009 oder die rot leuchtenden Punkte in „Windpocken“ von 2008, dem einzigen betitelten Bild der Ausstellung.  Ohne Gesichter, Köpfe und Oberkörper sind selten scharf begrenzt, heben sich diese Arbeiten auf den groben Leinwandstrukturen ab und werden so auch zu „Stilleben“.

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